Social Media Policy | fundraising2.0 CAMP Januar 2011
März 17, 2011 in Allgemein (Alle), CAMP DOKU 2011, Doku fundraising2.0 CAMP, fundraising2.0 CAMP, Session Camp Berlin 2011

Jörg und Jona skizzieren einen Leitfaden zur “Social Media Policy”, den sie in ihrem e-book zusammengefasst haben.
Es bietet sich als Leitfaden an, wie in zwanzig Schritten mit Social Media umgegangen werden kann: soll animierend wirken, weniger regulieren und zeigt, was möglich ist.
Organisations-Interne Handhabe: Alle Fachkollegen sollten von den Social-Media-Aktivitäten wissen und die Corporate Identity sollte auch online kommuniziert werden, denn jeder MA ist Botschafter der eigenen Organisation.
Rechtliche Ebene:
Wichtig ist zu fragen: Wie treten MA und Aktive auf, wenn wie mit ihren privaten Profilen berufliche Themen ansprechen? Arbeitsrechtliche Grenzen sind fließend. Daher: Policy-Erstellung als Prozess: Sensibilisierung, Schulung, Klarstellung der Rahmenbedingungen und Festlegung von Ansprechpartnern.
Beispiele aus der Praxis:
Die erste Organisation, die ihre Social-Media-Policy offen entwickelt hat, ist das österreichische Rote Kreuz.
Beiträge aus Auditorium: Wo sind ethische Grenzen?
Wie kann die anfängliche Diskussion, wie mit negativen Rückmeldungen umgegangen wird, gesteuert werden? Und wie kriegt man intern Kollegen animiert/überzeugt, um Social Media aktiv zu gestalten? Nach Jona besteht das Hauptproblem darin, dass es häufig zu Beginn auf einen kleinen Kreis abgeschoben wird und dann, wenn Negatives passiert (Krisen-management), regulativ eingegriffen wird und eher Rolle Rückwärts gemacht wird. Dabei gilt zu häufig: Welche Verfahrensregeln gibt es schon? Antwort: „Mach erst mal.. und dann: Ups das war so nicht geplant.“ Ein Online-Marketeer im Publikum erzählt, dass er es mit seinem Pressesprecher zusammen macht, Hilfreich war intern mit Fakten die Entstehung der Community zu skizzieren und so in den Kommunikations-Mix einzubringen. Dabei viele informelle Absprachen.
Rückfrage aus Publikum: Geht nicht viel Potential verloren, wenn man versucht, das Ganze in Bahnen zu lenken?
Wichtige Regel: sprich für dich selbst und weniger für deine Organisation. Denn Betriebe schreiben bereits Regelungen in die Arbeitsverträge, daher wichtig, SocialMedia zu regeln, es gab bereits Kündigungen.
Wie schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter? Schwierig, in der Öffentlichkeit im Einzelfall zu diskutieren.
Jona schlägt vor, Social Media in Abteilungen zu regeln, weil so die meisten unkomplizierten Sachen rausgeschickt werden können. Und es sollten eher weniger formale Regelungen getroffen werden, was zählt ist die Unternehmenskultur: es gibt Unterschiede, ob SocialMedia in kleinen Läden oder großen Organisationen gemacht wird. Verantwortlichkeiten müssen geregelt werden, aber bei Bereitschaft, learning by doing voranzutreiben. Es hilft, Pressesprecher zu haben, die im Krisenfall sich schnell mit Geschäftsführern absprechen können.
Erfahrungsbericht aus Publikum: es hilft, kurz Bescheid zu geben, wo was veröffentlicht wird, bevor es rausgeht. Wichtig zu regeln,egal ob formal vorab oder im Lernprozess: es muss emotional sauber gehen. Dabei hilft eine gute Wochenplanung, sie erspart einiges an möglichen Problemen Eine gemeinsame Arbeitsmentalität durch Schulungen sind wichtiger Baustein.
Dabei wichtig zu prüfen: wie sind die internen Kapazitäten gestaltet? Greenpeace zieht sich einzelne Leute raus, die Ideen haben und Presseleute schauen einfach nur kurz drüber, damit Beiträge in die Organisation-Ziele passen und Presseleute mit täglicher Redaktionssitzung checken, was wo wie an Feedback kommt.
Das Schlimmste, was passieren kann, ist wenn es Diskrepanz zwischen Unternehmen und Mitarbeiter gibt und Kollegen mit hoher online-Reputation gegangen werden und es keine Exit-Strategie gibt. Privacy-Einstellungen müssen geregelt werden. Diese sind am Besten immer dynamisch zu gestalten und als Lernprozess zu begreifen, da es immer weiter neue Tools und Gewohnheiten gibt.
Hinweis auf Kapazitätsprobleme und Know-How-Defizite, ähnlich wie bei der Entwicklung von neuen Briefpapier und Telefon. Social Media ist zwar neues Medium, aber viele bereits bestehende Konventionen und Kommunikationsverhalten können darauf übertragen werden (gesunder Menschenverstand?).
Jörg Eisfeld-Reschke
ikosom.de
Jona Hölderle
pluralog.de
Dokumentation: Katja Prescher
Hier geht es zu den Sessions auf dem fundraising2.0 CAMP 2011.
Hier ist das Foto-Album vom fundraising2.0 CAMP, danke an Holger Gross für die Fotos!
Videos vom fundraising2.0 CAMP gibt es hier.
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Wir danken allen Sponsoren, Kooperationspartnern und Medienpartnern für die Unterstützung.
SAZ Fundraising ermöglichte die Dokumentation vor Ort und die Realistation dieser ausführlichen On- und Offline-Dokumentation. Vielen Dank dafür!






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