Empfehlungsmarketing 2.0 | fundraising2.0 CAMP | Berlin 2011

April 26, 2011 in Allgemein (Alle), CAMP DOKU 2011, Doku fundraising2.0 CAMP, fundraising2.0 CAMP, Session Camp Berlin 2011, Tools & Instrumente

Obwohl die Off- und Onlinewelt immer mehr verschmelzen, lassen sich nicht alle Kampagnen 1 zu 1 ins Netz übertragen. Melissa Fischer und Sabine Kühn präsentieren das “Botschafter”-Konzept zum grünen Band vom BUND und diskutieren mit den Teilnehmern über Online-Botschafter.

Die Idee von Botschaftern ist nicht neu: Meinungsführer können starke Multiplikatoren sein, die auf ein Projekt aufmerksam machen und auch zum Mitmachen (Spenden) motivieren können. Im Gegenzug bekommen die Botschafter von dem Projekt und Personen Anerkennung. Der BUND hat dieses Konzept bei der Aktion “das grüne Band“ verwendet: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gruenes_band/

Das Instrument des Botschafters eingesetzt. Die Transformation vom Offline-Botschafter hin zum Online-Botschafter-Konzept ist dabei noch nicht abgeschlossen. In der Diskussion kam es zu einer Debatte die weg vom BUND hin zu einem grundsätzlichen Problem im Online-Fundraising führte: wie kann man verhindern eine “digitale Drückerbande” zu werden?

Mit diesem Vorwurf müssen sich besonders größere NPOs öfters auseinandersetzen und er bleibt auch nicht im Internet aus. Eine Lösung für dieses Problem kann nur darin liegen, dass man dem Spender (auch durch die Botschafter) nicht nur das Gefühl gibt, dass die Organisationen nur an dem Geld interessiert sind.

Lokalität

Ein interessanter Aspekt bei der Ansprache von Online-Nutzern war die lokale Vernetzung. Egal wie dezentral das Internet wirkt. Für einen Aktivismus möchte man trotzdem eine lokalen Gruppe zugehören. Als Beispiel wurde hierbei die Homepage zum Weltaids-Tag genannt, auf der sich Botschafter präsentieren konnten und durch einen Zähler erfasst wurde, wie viele Unterstützer es schon gibt. Zudem wurden die Botschafter auf einer Landkarte angezeigt.

Wissenspakete

Ob Online oder Offline: Meinungsführer mögen es, dass sie Wissen besitzen und dieses auch weitergeben können. Die Funktion als Experte motiviert dazu, Projekte und Ideen zu kommunizieren. Dafür müssen den Botschaftern diese Pakete zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise Powerpoint-Präsentationen für einen Vortrag oder Flyer.

Conclusio

Das Botschafter-Prinzip kann auch im Internet funktionieren, aber nur wenn die Mittel an den Habitus der Online-Nutzer angepasst wird. Generelle Motivationen der Meinungsführer unterscheiden sich dabei kaum, aber die Zielgruppe ist öfters jünger und mit anderen Mitteln (Internet) aufgewachsen. Dementsprechend müssen Werkzeuge angepasst werden.

Einen wichtigen Punkt, brachte ein Teilnehmer zum Schluss, dass man im Internet beachten sollte, dass der Return of Budget kleiner sein wird als der Return of Activity.

Stichpunkte von der Diskussion:

  • Meinungsführer lieben es, wenn sie Anerkennung bekommen. Beispielsweise mit einer Vorstellung in einer Broschüre
  • Gegenseitiges Kommunizieren von Online und Offline-BotschafternBeispielsweise eine Karte online, wo man die Botschafter sieht, also wo sie sich gerade befinden
    Beispiel: auf der Homepage von Weltaids-Tag. Sie haben Online ihre Botschafter beworben (gut für die Selbstdarstellung) und sie können auch ihre Botschaft äußern (auch durch ein Video) Handlungsanleitungen geschaltet
  • Zähler auf der Seite (weckt das Gemeinschaftsbild)
  • Botschafter in sozialen Netzwerken vernetzen
  • Wer hat die allgemeinen Daten bei Facebook (der Fundraiser oder Facebook)
  • Diskussion: Man kann auch online Botschafter schaffen, die aber bekannt sind, damit es eine höhere Aufmerksamkeit bekommt
  • Botschafter wümscht sich exklusives Wissen
  • aus dem Podium: Problem, dass dieses Konzept auch als “digitale Drückerkolonnen” wahrenommen werden, wenn die Personen nur als “Spendenmelkkühe” gesehen -> wie kann man die Idee von bspw. BUND digital kommunizieren, Spenden meistens nur wenn man fragt. Beispielsweise via Facebook
  • Es darf nicht die generelle Geisteshaltung werden, dass man Botschafter nur noch strategisch sieht.
  • Kaum Return of Investment, sondern eher Return of Engagment
  • Microspenden von Jugendlichen

Melissa Fischer, BUND (jetzt drk deutschland)
Sabine Kühn, BUND

Hier können die Slides von Melissa Fischer und Sabine Kühn heruntergeladen werden.

Hier geht es zu den Sessions auf dem fundraising2.0 CAMP 2011

Hier ist das Foto-Album vom fundraising2.0 CAMP, danke an Holger Gross für die Fotos!

Die Videos vom fundraising2.0 CAMP gibt es hier.

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Wir campen auch hier:

ESSEN, 13. Mai 2011 Unperfekthaus Stimmen, Sessions und Impressionen aus Essen hier

FRANKFURT/MAIN, 23. September 2011, Ökohaus, Ka Eins

MÜNCHEN, 6. Oktober 2011, BAW – Bayrische Akademie für Werbung und Marketing

… und im Januar 2012 wieder in Berlin!
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Wir danken allen Sponsoren, Kooperationspartnern und Medienpartnern für die Unterstützung.

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