fundraising2.0 CAMP Berlin 2011 | Fundraising2.0 für Kunst und Kultur – geht das?
März 14, 2011 in Allgemein (Alle), CAMP DOKU 2011, Doku fundraising2.0 CAMP, fundraising2.0 CAMP, Session Camp Berlin 2011
Klaus Heil vom Fundraising Büro des Bistums Hildesheim hatte am Vormittag zu einer Session aufgerufen, in der die Nutzung des Web2.0 für Fundraisingaktivitäten im kulturellen Sektor diskutiert wurde.
Ausgangspunkt dieser Diskussion war die Feststellung, dass Förderer von kulturellen Projekten meist aus dem bürgerlichen Milieu stammen und im Schnitt 60-65 Jahre alt, oder älter sind. Bezeichnende für diese Zielgruppe sei zudem kein regelmäßiges Spendenverhalten.
Aus diesem Grund sollte in der Session erörtert werden, ob man diese Spendergruppe durch die Nutzung des Web2.0 zu einem regelmäßigerem Spendenverhalten bewegen kann. Vordergründige Motivation des Ganzen sei dabei weniger die Gewinnung neuer Spender, als die Bindung der bisherigen Spender.
Anders als bei Mailings stellten Socialmedia-Kanäle eine enorme Chance dar, Interessierte mit Informationen zu versorgen ohne sie mit selbigen zu überfrachten, da selbst entschieden werden könne wann wie viele Informationen abgefragt werden. Diese Chance bestünde jedoch nur, wenn das Spenderklientel das Web2.0 für sich entdeckte und nutzte. Es müsse folglich darum gehen die Idee der multimedialen Entwicklung bei dem Spenderklientel erfolgreich zu platzieren.
Die SessionteilnehmerInnen, zum Teil mit einem ähnlichen Spenderklientel arbeitend, berichteten von eigenen Erfahrungen, nach denen das Medium Internet in Form von Email und Homepages von den Spendern hoch frequentiert genutzt werde. Nicht zu unterschätzen sei jedoch auch die Wertschätzung durch postalisch zu gesendete Materialien, Informationen und Einladungen. Neben der Bereitstellung von Information ginge es bei dieser Spenderklientel auch stark um die Schaffung von Exklusivität die sich letztlich auf die Spenderbindung positiv auswirke. Die Nutzung des Web2.0 könne folglich als zusätzlicher Gewinn gesehen werden, jedoch nicht als vorrangiges Mittel zur Spenderbindung.
Grundsätzlich sollte der Fokus beim Fundraising auf der Zielgruppe liegen. Es sei nicht zwangsläufig sinnvoll alle Kommunikationswege zu erschöpfen, sondern anhand der Zielgruppe der Spender eine sinnvolle Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Zur Etablierung von SocialMedia-Netzwerken wurde vorgeschlagen diese mit Querverweisen auf bereits etablierten Kommunikationsmitteln, wie Homepages, zu platzieren.
Den Spendern sollten alle Kommunikationswege offen gehalten werden und kein Medium durch ein anderes ausgetauscht werden. Besonders in Bezug auf die Wahrung der Wertschätzung seien postalische Zusendungen und Veranstaltungen, in denen es einen so genannten Face-to-Face Kontakt gibt, nicht zu ersetzen. Um die Kontinuität im Spendenverhalten im kulturellen Sektor herzustellen, kann das Web2.0 also unterstützend hinzugezogen werden. Wichtiger sei jedoch eine gute Analyse dessen, was das Spenderklientel effektiv braucht und bewegt weitere Spenden zu tätigen.
Klaus Heil
fundraisingbuero.de
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Hier ist das Foto-Album vom fundraising2.0 CAMP, danke an Holger Gross für die Fotos!
Videos vom fundraising2.0 CAMP gibt es hier
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Wir danken allen Sponsoren, Kooperationspartnern und Medienpartnern für die Unterstützung.
SAZ Fundraising ermöglichte die Dokumentation vor Ort und die Realistation dieser ausführlichen On- und Offline-Dokumentation. Vielen Dank dafür!







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