base_raising | fundraising2.0 CAMP | Berlin 2011
Mai 3, 2011 in Allgemein (Alle), Doku fundraising2.0 CAMP, fundraising2.0 CAMP, Session Camp Berlin 2011
Base_raising – wo fundraising und bedingungsloses Grundeinkommen sich treffen…
Der Leitgedanke der von Manuela Buschbeck und Alexander Rausch einberufenen Session war der, dass die Sicherung eines Grundeinkommens das Fundament zur gesellschaftlichen Partizipation und somit auch für die Freiheit von sozial-politischen Engagements sei.
Konkret ging es um die Idee eines so genannten Förderungsverfahrens, in dem Projekte und die darin engagierten Menschen durch Andere unterstützt werden.
Zur Realisierung dieser Idee soll eine Web2.0Plattform geschaffen werden, in der sich die Projekte vorstellen und um Unterstützer werben können. Hierdurch soll die Möglichkeit geschaffen werden frei und unabhängig von staatlichen Förderungen agieren zu können. Der Mehrwert für die Förderer bei dieser Form der Unterstützung liege im Vergleich zu allgemeinen in der gezielten Kontrolle über das konkrete Projekt. Kennzeichnend für die Beziehung zwischen Förderern und den Projekten soll nach Aussage von A. Rausch eine dialogische Kultur sein die Transparenz der Projektentwicklung ermöglicht.
Für weitere Informationen, auch zu dem Begriff der dialogischen Kultur verweist Rausch auf http://blog.mindlounge.de
Kritische Stimmen der Session gaben zu bedenken, dass es bereits diverse Plattformen dieser Art, wie beispielsweise startnext, gäbe und ein derzeitig entstehender Dschungel an Plattformen es den Nutzern nicht zwangsläufig erleichtern würde.
Zudem wurde beanstandet, dass medienwirksamere Persönlichkeiten und Projekte eine wesentlich größere Chance hätten gefördert zu werden als andere. Es fehle der Idee folglich an einer ‘ethischen Instanz ‘ die Sinn und gesellschaftliche Notwendigkeit der zu fördernden Projekte objektiv bewerte.
Sessiongeber Rausch intervenierte hier mit dem Gedanken, dass Förderer nicht ausschließlich finanziell fördern müssen, sondern auch in Form ihrer eigenen Kompetenzen Unterstützung – z.B. bei der Herstellung einer medienwirksamen Öffentlichkeit – bieten könnten. Es ginge also nicht nur um Spenden, sondern auch um Investitionen, die auch in Form von Zeit und Know-How erfolgen könnten.
Manuela Buschbeck
Alexander Rausch
http://blog.mindlounge.de

Doku: fundraising2.0 CAMP Doku-Team
Hier geht es zu den Sessions auf dem fundraising2.0 CAMP 2011
Hier ist das Foto-Album vom fundraising2.0 CAMP, danke an Holger Gross für die Fotos!
Videos vom fundraising2.0 CAMP gibt es hier.
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Für alle, die in Berlin nicht dabei sein konnten: jetzt kommt das fundraising2.0 CAMPING nach Essen, Frankfurt und München! Alle Infos hier.
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Wir danken allen Sponsoren, Kooperationspartnern und Medienpartnern für die Unterstützung.
SAZ Fundraising ermöglichte die Dokumentation vor Ort und die Realistation dieser ausführlichen On- und Offline-Dokumentation. Vielen Dank dafür!






Hallo Alexa,
vielen Dank für die Stichwortsammlung unserer kleinen “gesellschaftphilosophischen” Session / Diskussionsrunde zum Thema base_raising.
Aus meiner Sicht:
Dem Leitgedanken folgend, haben wir in der Session mehr darüber diskutiert, ob und wie es möglich werden kann, dass wir nicht durch Spenden, sondern durch base_raising unser (Basis/Grund)Einkommen generieren.
Der Grundgedanke hierbei: Statt Spenden sammeln, suchen wir Investoren, die bereit sind Menschen zu unterstützen (finanziell, durch andere Ressourcen), damit diese Projekte machen können, welche die Welt ein Stück weit angenehmer machen… Sinnstiftend sind… neue Lebensräume erschaffen usw.
Wie können wir das Denken verändern?
Also nicht konkret für (zumeist) Hilfsprojekte mit sozialem “touch” spenden, wie wir es seit Jahrzehnten kennen – sondern konkret für Menschen in eine Art Grundeinkommen investieren.
Bedingungslos? Fast – Der Investor entscheidet, ob das Projekt, die Arbeit desjenigen der anfragt zu unterstützen ist, oder nicht…
Zur Realisierung denken wir nicht über eine weitere Plattform o.ä. nach (wie geschrieben gibt es davon genug), sondern vielmehr darüber, wie wir Menschen erreichen können (zunächst eine sehr persönliche Sache = Nachteil), die investieren wollen einerseits UND wie jeder Einzelne für sich einen Weg finden kann, sein Grundeinkommen zu generieren…
Dazu braucht es auch erstmal den Mut, das Bewusstsein, den Willen – Loslassen!
Großes Thema, viele offene Fragen, vieles (noch) nicht sehr weit gedacht, ein Anfang – genau so haben wir die Session verstanden, genau so haben wir diskutiert, philosophiert und gesponnen…
Uns (Manuela und mir) geht es nicht darum auf Plattformen wie startnext oder betterplace, oder Spendenbuttons etc. pp ein Grundeinkommen2.0 zu generieren – uns geht es vielmehr um die Veränderung der Einstellung zu Geld und Arbeit.
Kurz: Leben im 21. Jahrhundert. In was für einer Zukunft wollen wir leben?
[...] base_raising – Bedingungsloses Grundeinkommen trifft Fundraising | M. Buschbeck, A. Rausch, mindlounge [...]